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Individuell teuer

Während einer Telefonkonferenz dürfte ich gestern feststellen, dass man in den strandnahen All-Inclusive-Hotels 1. günstig schläft und 2. dabei auch noch voll verköstigt wird.
14 Tage AI bekommt man 5 km vom Flughafen entfernt bereits für €20.-/Tag. In der altstadt zahle ich für Übernachtung in der gleichen Kategorie mal eben €38.-/Tag. Verpflegung zusätzlich, und das sind bei meinen 5 l Wasser am Tag schonmal etliche Dollares bzw. Pesolitos nur für trinkbares Wasser. Von totem Tier mal ganz abgesehen.
Nun ja, eine Nacht drüber schlafen hab ich mir gedacht und heute morgen nach dem Angebot gesucht, pustekuchen, das Günstigste war auf einmal €25.-/Tag. Lag es an einem Cookie im Büro? also auch im Büro wieder gesucht – nein, vom gleichen Platz und gleichen Rechner war das 20.–Hotel nicht mehr auffindbar – misteriös.

Egal, ich hab ja noch Zeit und wollte eh individueller und anti-AI machen 😉

Intermezzo

Nach langer Zeit mal wieder eine kurze Meldung.
Es ist viel passiert heisst es in einer Deutschen Vorabendserie, im realen Leben auch.
Trennung und Umzug, verbunden mit massiver Gewichtsabnahme (aktuell 16 Kilo, ich passe wieder ohne Probleme in meinen Hochzeitsanzug), ein neues Objekt zur Geldvernichtung wurde gefunden in Form einer kleinen Italienerin die bis zum kommenden Frühjahr hergerichtet sein sollte.
Dann auch die Überlegungen nochmal nach Paraguay zu fliegen und dort die Papiere für alle Fälle schon mal fertig zu machen. Ausserdem könnte man sich bei so einem Anlass ja auch weiter nach der immer noch fehlenden zündenden Idee umsehen.
Da ich seit Januar Urlaub immer nur in Form von Einzeltagen für Umzug, Papierkram und ähnliches gesehen habe, wurde der Druck langsam doch so groß, dass ich kurzerhand gebucht habe, aber nicht Paraguay, sondern Dom.Rep.
Das dauert zwar noch ein Vierteljahr aber gibt schon mal wieder etwas nötigen Auftrieb nach einer nicht enden wollenden Serie von Nackenschlägen. Jetzt heisst es nur noch schauen, ob ich schon vorher eine Unterkunft organisiere oder es wieder so mache wie früher, ankommen und vor Ort etwas passenden suchen.
Kommt Zeit kommt Rat.
Demnächst also an dieser Stelle auch etwas über den Umweg über die Dom.Rep.

Jagdgeschwader Kolibri

Da auch der heutige Tag im Zeichen des Shoplaxing stand, musste man sich etwas Programm ausdenken.
Tina startete mit einer Reitstunde – ihrer zweiten hier und in ihrem Leben. Als Naturtalent machte sie dabei eine gute Figur.

Ich hingegen rüstete die Kamera um und nahm mit dem EF 100-400 IS sowie einem 2-fach Telekonverter samt Einbeinstativ die Jagd nach den hiesigen Kolibris auf.
Vor einem Busch auf die Lauer gelegt kam nach geschlagenen eineinhalb Stunden ein Kolibri vorbei um zu schauen ob der Busch noch da ist. Anscheinend hatte der Rest der Truppe Familienfeier an einem anderen Busch…
Nach zwei Stunden endlich kam ein Opfer vorbei und prompt ging das Geschiesse los. Hat sich das Warten bei „nur“ 32 Grad doch noch gelohnt.

Da es dann wegen des zunehmend bewölkten Himmels noch etwas weiter abkühlte, sind wir zum berühmten Petirossi-Markt, einem Gebiet in dem neben Strassenständen auch Gebäudeteile als Markt umfunktioniert sind.
Dort gibt es bis auf Motorräder und Autos eigentlich alles was man sich denken kann, von Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Kleidung, Schuhen, Plastikwaren, Brautkleidern, Schmuck, Uhren, CDs und DVDs, Enten- und Hühnerküken, lebende Schildkröten, Goldhamster, Autoersatzteile, nun ja, halt alles quer Beet.

Im Sommer sind besonders die überdachten Bereiche mit Fisch und Fleisch nur für härtere Nasen geeignet.
Die Rinderherzen hängen offen und ungekühlt an der „frischen“ Luft und haben schon eine merkliche Haut. Die Schweine- und Ziegendärme sind aufgeblasen in den oberen Etagen der Stände zu finden.
Zwei Paraguayos waren von meiner Kamera mit dem nicht kleinen EF 35-350 mm L derart angetan, dass sie vor der Kamera posierten und dringend abgelichtet werden wollten – was sie nicht wissen ist, dass sie jetzt im Internet sind…

Nach dem Einkauf für den abendlichen Salat und ein paar Trockenbohnen und Kaa Hee – auf Deutsch: Stevia – für zu Hause wurde der Rückweg durch den Feierabendverkehr angetreten und der Relaxanteil des Tages mit einer Stunde im Pool weiterverfolgt.

Kriegserinnerungen

Der blutigste Krieg Südamerikas.
Der Krieg, der dazu führte, dass Paraguay vom Status einer Grossmacht der Region zum Entwicklungsland zurückfiel.
Der Krieg, der das Land 50% seiner Fläche kostete, die an Argentinien und Brasilien fiel.
Der Krieg, der über 90% der paraguaischen Männer und insgesammt ca. 77% der Bevölkerung das Leben kostete.
Dieser Krieg ist bekannt unter dem Namen „Tripel-Allianz-Krieg“. Paraguay als Grossmacht half Uruguay, das von Argentinien und Brasilien angegriffen wurde. Diese Hilfe war teuer und da innerhalb von Uruguay die bestehende Regierung sich nicht halten konnte fiel das hilfesuchende Land unter neuer Leitung dem Hilfegeber mit den zwei anderen Kriegsparteien in den Rücken.
Eines der Denkmale die an diesen Krieg erinnern ist Vapor Cue. Ein Nationalpark, der mit Hilfe Spaniens unter den Diktaturen von Stroessner und Franco errichtet wurde.
War er früher schwer zu erreeichen, führt heute eine komplett asfaltierte Strasse bequem hin. Dort angekommen erwartet einen eine kleine Sandstrasse an der die Reste der sechs dort im Krieg versenkten Boote ausgestellt sind. Sie wurden versenkt, damit sie nicht den Kriegsgegnern in die Hände fallen. Die hölzernen Boote wurden auch noch angezündet, so dass heute von diesen vier nur noch die Dampfkessel und einige Planken ausgestellt sind. Die Metalldampfsegler waren noch besser erhalten und sind teilweise „restauriert“ – wenn man das pure Annieten von Metallplatten als Restauration bezeichnen will.
Die Reste der Kriegsflotte eines Binnenlandes, und um so mehr ein Wunder, wenn man die geringe Grösse des Flusses zur Grösse der Boote bedenkt. Zu jedem der Boote finden sich die relevanten Informationen auf einer Tafel.

Daneben existieren inzwischen Freizeitanlagen wie Grillstellen, Tische und Bänke, die von den Einheimischen auf gerne genutzt werden. Die zumindest bei Niedrigwasser wie wir es aktuell haben teilweise malerischen kleinen Strände sind so beliebt, dass aus dem nächsten Ort die Jugendlichen 5 km zu Fuss zum Baden hergelaufen kommen.
Auch bei den Tieren ist das Flussufer mit den Stränden beliebt, so sieht man Kühe im Fluss baden und am Ufer trinken jede Menge Vögel.

Gestern statteten wir also diesem Kriegsdenkmal einen Besuch ab und wollten anschliessend im daneben gelegenen Hotel Vapor Cue eine Erfrischung zu uns nehmen – siehe da, es war in der Hauptsaison geschlossen. „Wegen Renovierungsarbeiten“ wobei man allerdings jegliches Vorhandensein von Baumaterialien oder Arbeitern ausschliessen konnte. Also wohl eher „wegen Reichtums“ geschlossen.

Da hiess es dann weiterfahren nach Caacupe und der dritte Anlauf dort eine Internetbekanntschaft zu besuchen klappte schlussendlich. Wir tranken ein paar Biere im Hotel Asuncion neben der Kathedrale, bevor wir zu ihnen nach Hause gefahren sind.
Wer erstmal 24 Jahre in Paraguay lebt und keinen deutschen Pass mehr hat, der hat etwas zu erzählen. Und trotz der langen Zeit im Land merkt man immer noch die Begeisterung, die sie für Paraguay haben. Nicht nur wegen der derzeitigen Kälte in Deutschland könnten sie es sich nicht mehr vorstellen zurückzugehen.
Wenn man sich den Ort Caacupe anschaut, kann ich dies verstehen. Obwohl Provinzhauptstadt mit entsprechendem Verkehr ist dieser aus der Stadt gut herausgeleitet und der Ortskern um die berühmte Kathedrale ist herrlich ruhig gelegen. Dazu die hügelige Landschaft mit dem vielen Grün, einigen kleinen Flüssen und Bächen, da kann man schon mal „kleben bleiben“.

Da wir aber noch eine Station besuchen wollten haben wir das gastliche Haus dann auch irgendwann verlassen und uns auf den Weg nach Tobati gemacht. Tobati ist das landesweite Zentrum der Ziegelherstellung, die alle in holzbefeuerten Öfen gebrannt werden. Daneben ist Tobati bekannt durch ein „Künstlerdorf“, eine kleine Handwerkeransiedlung mit gemeinsamer grosser Ausstallungs- und Verkaufshalle wo man von Kitsch über attraktives Kunsthandwerk bis komischerweise zum Pick-Up-Motorrad (wohl für die Dorfbewohner) alles erstehen kann.
Daneben ist Tobati durch die Skulpturen dreier Köpfe sowie eine 500 Millionen Jahre alte Steinformation bekannt, die recht skurril geformte Teile aufweist.

Von dort ging es im direkten Weg über die Nordschleife (Emboscada, Limpio) und eine Polizeikontrolle (PYG 260.000 – ca. € 40.- – wegen Überholens im Überholverbot – ich bin schon zu gut aklimatisiert) zurück zur Unterkunft.

Shoplaxing

Heute stand der Tag im Zeichen des Shoppings und des Relaxens.
Erst haben wir den Shopping-Bereich von Luque erkundet und sind danach in die luxuriöse Einkaufsmeile „Shopping del Sol“ gefahren. Doirt findet man alles was das Luxusherz begehrt, Parfümerien mit allen bekannten Marken, Edeljuweliere und -Uhrmacher (wobei, Rolex habe ich bislang nicht gesehen), Boutiquen mit bekannten und für uns unbekannten Marken, eine grosse Food-Mall mit allen möglichen kulinarischen Richtungen sowie einem angeschlossenen Supermarkt.

Trotz des nicht geringen Preises haben wir in einem Andenkenladen eingekauft, denn die Qualität hat überzeugt und den ca. 50%igen Aufpreis zu anderen Läden gerechtfertigt. Eigentlich wollte ich auch Hosen kaufen, aber entweder war die Qualität zu schlecht oder der Preis auf europäischem Niveau.

Komischerweise wird in Deutschland die Weihnachtsdekoration am 6. Januar spätestens abgebaut, hier bleibt sie stehen, ok, die Bäume nadeln ja auch nicht…

Wieder zurück in der Unterkunft hat sich das uns begleitende russische Pärchen an den Pool verzogen, während wir Bett + Ventilator wählten. Dies wurde gefolgt von einer einstündigen Ganzkörpermassage sowie bei Tina noch von einer Reitstunde.

Tschacka, Du schaffst es – Chaco, manche schaffen es nicht

Gestern ging es in den unteren Chaco.
Zum Start sind wir direkt vor der Zahlstelle der Remanso-Brücke rechts abgebogen und haben dann die zweite links genommen um zum Rio Paraguay und „den Fischweibern“ zu kommen. Dort sitzen direkt am Fluss etliche Frauen und verkaufen frischen Fisch. Kommt man als anscheinlicher Interessent, wettereifern sie miteinander um den Kunden, der ja meist nur einen kapitalen Fisch kauft.
Da sie angeblich manchmal bei Kameras nicht gerade freundlich reagieren habe ich auf das Ablichten verzichtet, aber an Fang gab es:
– Doradas (Salminus hilarii / brasiliensis)
– Schwarzer Pacu (Colossoma macropomum)
– Roter Piranha (Pygocentrus nattereri)
– Sorubim (Pseudoplatystoma corruscans)
– Raubsalmler (Hoplias malabaricus)

Nach einer Erfrischung ging es dann über die Brücke in die Weite des Chaco. Zunächst kamen zwei Orte, einer davon Villa Hayes, die Bezirkshauptstadt. Diese hinter sich lassend folgen Kilometer um Kilometer an meist lange geradeauslaufenden Strassen. Ab und an eine Brücke, gelegentlich ein Rancheingang. Selten sah man Indianersiedlungen und einige wenige Indianer. An drei Indianer“hütten“ waren vorne ein kleiner Verkaufsstand mit Palmflechtwaren – auf dem Rückweg hielten wir an jeder dieser Hütten an und kauften eine Kleinigkeit, damit für die jeweiligen Familien die nächsten Tage gesichert sind. Auch wenn diese Familien unter einfachsten Bedingungen leben und nach unseren Verhältnissen „nichts“ haben, so sind auch die Ansprüche gering mit mit einem solchen Einkauf kommen sie wieder etwas weiter, auch wenn eine Flechttasche oder -Schale nur € 3.- und ein Fächer € 1,50 kostet.

Neben der Strasse reihte sich weitläufige Viehweide an die nächste, der nächste „Ort“ hingegen wurde erst nach ca. 60 km erreicht und somit, was in Paraguay ein limitierender Faktor sein kann, auch die nächste Gomeria. Zum Glück benötigten wir keine.
Den Endpunkt legten wir vorher auf den Rio Negro fest – den in Paraguay, nicht den im Amazonasbecken.
Damit hat unsere Tour mit ca. 200 km Distanz die maximale Ausdehnung erreicht gehabt.

Dann ging es wieder zurück, nicht nur weil nach Rio Negro die Strasse deutlich schlechter wird (bis dahin waren sie besser als erwartet, teils wird sie frisch gemacht) – obwohl das nur ein kurzes Stück sein soll.
Auf dem Rückweg habe ich dann deutlich mehr Vollbremsungen hingelegt um die Vögel der Region oder andere Tiere abzulichten.

Wieder über die Brücke haben wir noch versucht eine Internetbekanntschaft zu besuchen, aber leider war niemand zu Hause. Also waren wir dann nach insgesammt ca. 420 km und knapp 7 Stunden wieder in unsere Unterkunft eingekehrt um uns am Pool zu erfrischen.

Allgemein fand ich den Chaco im vorderen Bereich viel grüner und weniger lebensfeindlich als ich gelesen habe. Allerdings ist das ja auch der Chaco in der Nähe des Flusses und nicht in dem Bereich, in dem die Kakteen die Macht übernehmen…

65° Celsius und neuer persönlicher Rekord

Heute hat die Regierung entschieden, dass wir in der Nähe bleiben und Asuncion erkunden.
Um 12 ging es in die Innenstadt, wobei lediglich ein einziges Schild uns irgendwann die Richtung zum Zentrum wies. Der Verkehr mit einer der chaotischsten, die ich erlebt habe, Mexiko-City ist ähnlich wüst aber dafür zu 100% ausgeschildert. Was ich nur hier erlebt habe: Motoradfahrer, die sich in Kamikaze-Manier auf die Gegenfahrbahn bewegen um zum Abbiegen nicht stehen zu bleiben.
An der Kathedrale angekommen haben wir sofort einen Parkplatz bekommen, zwar in der Sonne, aber wen kümmert schon ein warmer Wagen?

Am Platz vor der Kathedrale hatte man den ersten Blick auf die Bahia, allerdings blickte man dafür über eines der ärmeren Viertel, wobei Slums sehen anders aus, aber der Unterschied ist nicht mehr so fern.
Dann ging es weiter runter Richtung Hafen, wobei man Justizpalat und am Präsidentenpalast vorbeikommt.
Im Justizpalast ist merkwürdigerweise ein altes Gebäude baulich integriert, evtl. war dies der alte Justizpalast.
Der Präsidentenpalast ist fleissig bewacht, wobei ich glaube, dass bei uns alleine eine islamische Botschaft mit mehr Personal bewacht werden würde.

Am Zoll angekommen sind wir dann in Richtung Haupteinkaufsstrasse abgebogen um einen Eindruck von den hiesigen Waren zu bekommen. Aber wegen der Temperatur haben wir vorher noch eine Rast eingelegt und haben eine lokale Selbstbedienungskantine gewählt. Da die Chefin gleich sah, dass wir uns hier nicht auskannten gab es für uns als Einzigste die Bedienung am Tisch. 30 Minuten runterkühlen später ging es weiter durch die Strassen von Asuncion.

Längs der Einkaufsmeile „Palma“ sind überall kleine Stände aufgebaut oder Indianerfrauen verkaufen Kunsthandwerk auf ausgebreiteten Decken. Auf den Plätzen sind teils auch Marktstände aufgebaut in denen man die Gesamtheit der touristischen Handwerkskunst kaufen kann.
Seitlich gibt es dann „Galerias“, kleine Einkaufspassagen, in denen die Geschäfte in der Regel alle dem gleichen Metier zugehören. Beispielhaft haben wir die Elektronik und Handy gewählt. Vom Sortiment her haben wir zu Deutschland nichts vermisst, Preise haben wir allerdings nicht verglichen.
Die nächste Abkühlung verschafften wir uns beim Schuhe anschauen in einem grossen Kaufhaus. Von Hugo Boss Parfüms über Nobelunterwäsche bis zu brasilianischen Schuhen wurde vieles geboten, und das auf 6 Etagen.

Die richtige Abkühlung war dann bei Burger King fällig – ein eiskaltes Lokal mit eiskalten Drinks. Wie hier üblich gibt es im ganzen Laden nur eine einzige Person, die die Kasse bedienen und Geld kassieren darf. Mit dem Kassenbon holt man sich dann was immer man haben möchte an den verschiedenen Ausgabestationen.
So lässt es sich aushalten. Die Musikbeschallung ist deutlich kräftiger als in Deutschland, halt wie man es hier mag. Alle 15 Minuten wird gewischt oder gefegt. Internetterminals stehen zur Verfügung. Das ist das amerikanisierte moderne Paraguay.
Das Paraguay, dass zeigt, dass man hier sein Brot auch richtig hart verdient arbeitet im Recyclinggewerbe und hat zum Glück noch keine Konkurrenz vom Dualen System Deutschland, das ja bekanntlich international die Müllsammlerjobs reichlich dezimiert hat, damit die staatlich verordnete Recyclingquote gehalten werden kann. Da nur Wohlstandsmüll so gesammelt und entsorgt wird, sieht man an den Strassen auch so manches, was nicht so schnell entsorgt wird.

Irgendwann haben wir dann wieder umgedreht und unser Auto abgeholt. Der Wagenwäscher, der kein Geschäft mit der Wäsche machen konnte hat einen 1000er fürs Aufpassen bekommen und wir uns auf die Klimaanlage gefreut, die uns von den 45° Celsius – immerhin 65° mehr als in Deutschland derzeit – erlöst.