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Tam-Tam mit der TAM

Nachdem wir den Leihwagen am Flughafen schnell zurückgegeben hatten ging es zum Check-In mit noch erfreulich kurzer Schlange und von dort zu einer Erfrischung an die Flughafen-Bar. Dort gab es dann auch die Heparin-Dosis für Langstreckenflüge und ab durch die Sicherheitskontrolle. Wie üblich erregte die Fotoausrüstung Aufmerksamkeit, diesmal aber mit der rein privaten Frage, was so eine Ausrüstung denn koste, wo wir waren und was für Aufnahmen gemacht wurden.

Die fast letzten Guarani wurden noch in zwei Büchern über die wildlebenden Tiere und die häufigsten Vögel angelegt und dann warteten wir.

10 Minuten vor dem planmässigen Boarding bildete sich bereits eine Schlange, und das trotz des Hinweises, dass aus betriebsbedingten Gründen sich der Flug wohl verzögern würde. Nun ja, 20 Minuten nach geplantem Boarding kam dann auch der Hinweis, dass es sich wohl noch 30 Minuten hinziehen würde und die Schlange löste sich wieder auf. 10 Minuten nach geplantem Abflug kam die Meldung, dass unsere Maschine jetzt gelandet sei und das Boarding so schnell wie möglich beginnen würde.

Nun ja, eine gute Stunde nach dem geplanten Boarding kletterten wir auf unsere Sitze und schoben das Gepäck unter den des Vordermannes. Jetzt hiess es sitzen und abwarten.
Eine Stunde nach geplantem Start verstrich. Geräusche wie von einem kurbelnden Anlasser. Die Triebwerke wurden abgestellt. Nach 1:15 eine Durchsage des Kapitäns: „Computerprobleme“ würden den Start verzögern und man meine noch 20 Minuten zu brauchen um diese zu beheben. Wenn mein Computer solche Geräusche macht wie dieser Airbus 320, dann werfe ich ihn weg 🙂

Ich tippte auf Probleme beim Starten des Mitteltriebwerks, liess mir aber von einem anderen Passagier sagen, dass es eher die Hydraulik sei, die Flügelnasen und Landeklappen liessen sich derzeit nicht verstellen. Damit sei ein langsames Fliegen aber keine sichere Landung möglich. Nun gut, der Pilot wird ja auch lebend ankommen wollen, es sei denn, er hatte gerade einen Ehekrach.

Nach etwas über zwei Stunden und diverser Versuche mit dem Anlassergeräusch tat sich nichts – ok, der Käptn meldete sich mal wieder und bat um weitere 30 Minuten Geduld – ausser dass die Schlangen vor den Toiletten anwuchsen, die Besatzung Essen an die Kinder austeilte und eine Frau übelst stürzte und nach meiner Einschätzung das Knie dringende ärztliche Behandlung bedürfte.
Wenn das Flugzeug beginnt die Passagiere anzugreifen ist das kein gutes Zeichen (zugegeben sie ist gestürzt, weil sie einem spielenden Kind ausgewichen ist, aber das attackierende Flugzeug passt besser zum Thema „Final Destination“ das in der Reihe vor uns aufkam).

Nun gut, der Flieger kam zu spät in Asuncion an, was liegt näher als bei einer geplanten Flugzeit von 3 Stunden und real benötigten 1:40, dass bereits dort die gleichen Propbleme vorhanden waren? Dumm nur, dass der Flughafen von Sao Paulo gross und technisch gut ausgestattet ist, während in Asuncion gerade einmal ausreichend Sprit für den Rückflug zur Verfügung steht, aber keine kompetenten Hydrauliktechniker…

Die bestehende Lücke zwischen den diversen Anschlussflügen und einer möglichen Landung verkürzte sich dramatisch und Paraguayer mit amrerikanischem Pass meinten schon „Ich kann in Brasilien aber gar nicht einreisen, ich habe gar kein Visum…“. Deshalb verliessen zweieinhalb Stunden nach geplantem Start etlische Passagiere mit Ziel USA oder Deutschland den Flieger um lieber in Asuncion zu bleiben – schliesslich hatte der Pilot ja auch von einem letzten Versuch berichtet, die Maschine zum Laufen zu bringen und dieser war wohl fehlgeschlagen – eine erneute Meldung von seiner Seite erfolgte jedoch nicht. Und wer als erstes draussen ist, der kann sich auch als erstes seinen Weiterflug sichern.

Aber erstmal heisst es wieder nach Paraguay Einreisen. Der Sicherheitsbeamte, der sich für meine Fotoausrüstung interessiert hatte, begrüsste mich und meinte gleich „Ah, jetzt kommen mehr Fotos…“
Am TAM-Schalter stand dann schon eine kleine Gruppe mit den ersten 5 Parteien, die abgefertigt wurden. Dabei ging man in lateinamerikanischer Gelassenheit mit ebensolcher Organisation vor. Da dieses anscheinend noch nie vorgekommen war, wuselten die Damen wie ein Bienennest umher und machten mal dieses mal jenes. Irgendwann wurde sich dann auch unser angenommen und nach einem Flug mit Ankuft am Sonntag in Frankfurt gesucht. Dass ein Abflug Sonntags um 21:00 Uhr in Buenos Aires dabei nicht zielführend sein kann, fiel der Dame nicht gleich auf, nach meinem dezenten Hinweis, dass ich dann ja auch den vorher angebotetenen Flug zur gleichen Zeit wie geplant am Folgetag nehmen könnte, gab sie mir allerdings Recht.

Langer Rede kurzer Sinn, der Flug wurde auf Sonntag 18 Uhr umgebucht mit Ankunft Montag 14:40 in Frankfurt. So der Flieger abheben will…

Jetzt fehlte eigentlich nur noch unser Gepäck, eine Unterkunft und etwas zu Essen, denn ich rief bereits lautstark nach einer halben Kuh in Knoblauch. Die geplante Abflugzeit war jetzt um knappe 3:30 verstrichen und von einer anderen Passagierin wurde mir gesagt, dass der Flieger dann doch tatsächlich abgehoben habe, vor 15 Minuten. Das hiesse den Flieger nach Frankfurt um eine geschlagene Stunde zu verpassen und dann in Brasilien zu sitzen.

Nach einer weiteren Stunde – inzwischen war ich vom lokalen Fernsehen interviewt worden und habe gleich ob der verspäteten Ankunft in Deutschland der TAM Post vom Rechtsanwalt angekündigt – sassen wir immer noch und warteten auf einen Transfer zum für uns organisierten Hotel. Dieser fand dann 5 Stunden nach geplanten Abflug auch wirklich statt und dauerte, inclusive der kleinen touristischen Stadtrundfahrt – eine knappe halbe Stunde.

So kamen wir dann um 23:30 im „Excelsior“ an, bezogen schnell die Zimmer und gingen zum späten Abendessen – die Hotelrestaurants schliessen um 0:00 Uhr.
Mit entsprechendem Elan wurden wir vom Personal bedient – „Überstunden, Danke!“ stand breit in die Gesichter geschrieben.
Das Essen war ausgezeichnet, im Gegensatz zu den anderen Gästen namen wir zum Essen ein kostenpflichtiges Bier um anschliessend den kostenfreien Softdrink als Nachtration aufs Zimmer zu nehmen.
Als ich also die zwei Wasser und die Rechnung bestellte lautete die Rechnung auf 2 * Bier a 12000.- und 2 Wasser a 2000.-, macht in Summe 28000.-
Da das Wasser ja kostenfrei war, reklamierte ich die Rechnung, worauf diese korrigiert wurde auf 2 * Bier a 13000.-, macht in Summe 26000.- 🙂

Auf dem Zimmer nahmen wir noch ein Bier aus der Minibar um besser schlafen zu können, und auch um die Kakerlaken nicht so laut zu hören, denn auf dem Flur stolzierte ein ausgewachsenes Exemplar neben unserer Tür und in unserem Bad waren die Larvenstadien 2-4 unterwegs. Vielleicht sogar Larvenstadium 1, aber so genau wollte ich gar nicht nachschauen, in einem 5*-Hotel waren es in jedem Fall auch 5*-Schaben.

Wir dürfen gespannt sein, wie der Rest der Rückreise verläuft und berichten live vom Ort des Geschehens, solange wir noch Internet haben…

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