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Tschacka, Du schaffst es – Chaco, manche schaffen es nicht

Gestern ging es in den unteren Chaco.
Zum Start sind wir direkt vor der Zahlstelle der Remanso-Brücke rechts abgebogen und haben dann die zweite links genommen um zum Rio Paraguay und „den Fischweibern“ zu kommen. Dort sitzen direkt am Fluss etliche Frauen und verkaufen frischen Fisch. Kommt man als anscheinlicher Interessent, wettereifern sie miteinander um den Kunden, der ja meist nur einen kapitalen Fisch kauft.
Da sie angeblich manchmal bei Kameras nicht gerade freundlich reagieren habe ich auf das Ablichten verzichtet, aber an Fang gab es:
– Doradas (Salminus hilarii / brasiliensis)
– Schwarzer Pacu (Colossoma macropomum)
– Roter Piranha (Pygocentrus nattereri)
– Sorubim (Pseudoplatystoma corruscans)
– Raubsalmler (Hoplias malabaricus)

Nach einer Erfrischung ging es dann über die Brücke in die Weite des Chaco. Zunächst kamen zwei Orte, einer davon Villa Hayes, die Bezirkshauptstadt. Diese hinter sich lassend folgen Kilometer um Kilometer an meist lange geradeauslaufenden Strassen. Ab und an eine Brücke, gelegentlich ein Rancheingang. Selten sah man Indianersiedlungen und einige wenige Indianer. An drei Indianer“hütten“ waren vorne ein kleiner Verkaufsstand mit Palmflechtwaren – auf dem Rückweg hielten wir an jeder dieser Hütten an und kauften eine Kleinigkeit, damit für die jeweiligen Familien die nächsten Tage gesichert sind. Auch wenn diese Familien unter einfachsten Bedingungen leben und nach unseren Verhältnissen „nichts“ haben, so sind auch die Ansprüche gering mit mit einem solchen Einkauf kommen sie wieder etwas weiter, auch wenn eine Flechttasche oder -Schale nur € 3.- und ein Fächer € 1,50 kostet.

Neben der Strasse reihte sich weitläufige Viehweide an die nächste, der nächste „Ort“ hingegen wurde erst nach ca. 60 km erreicht und somit, was in Paraguay ein limitierender Faktor sein kann, auch die nächste Gomeria. Zum Glück benötigten wir keine.
Den Endpunkt legten wir vorher auf den Rio Negro fest – den in Paraguay, nicht den im Amazonasbecken.
Damit hat unsere Tour mit ca. 200 km Distanz die maximale Ausdehnung erreicht gehabt.

Dann ging es wieder zurück, nicht nur weil nach Rio Negro die Strasse deutlich schlechter wird (bis dahin waren sie besser als erwartet, teils wird sie frisch gemacht) – obwohl das nur ein kurzes Stück sein soll.
Auf dem Rückweg habe ich dann deutlich mehr Vollbremsungen hingelegt um die Vögel der Region oder andere Tiere abzulichten.

Wieder über die Brücke haben wir noch versucht eine Internetbekanntschaft zu besuchen, aber leider war niemand zu Hause. Also waren wir dann nach insgesammt ca. 420 km und knapp 7 Stunden wieder in unsere Unterkunft eingekehrt um uns am Pool zu erfrischen.

Allgemein fand ich den Chaco im vorderen Bereich viel grüner und weniger lebensfeindlich als ich gelesen habe. Allerdings ist das ja auch der Chaco in der Nähe des Flusses und nicht in dem Bereich, in dem die Kakteen die Macht übernehmen…

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Eine Antwort

  1. Gelungener Bericht mit sehr schönen Bildern. Danke

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