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65° Celsius und neuer persönlicher Rekord

Heute hat die Regierung entschieden, dass wir in der Nähe bleiben und Asuncion erkunden.
Um 12 ging es in die Innenstadt, wobei lediglich ein einziges Schild uns irgendwann die Richtung zum Zentrum wies. Der Verkehr mit einer der chaotischsten, die ich erlebt habe, Mexiko-City ist ähnlich wüst aber dafür zu 100% ausgeschildert. Was ich nur hier erlebt habe: Motoradfahrer, die sich in Kamikaze-Manier auf die Gegenfahrbahn bewegen um zum Abbiegen nicht stehen zu bleiben.
An der Kathedrale angekommen haben wir sofort einen Parkplatz bekommen, zwar in der Sonne, aber wen kümmert schon ein warmer Wagen?

Am Platz vor der Kathedrale hatte man den ersten Blick auf die Bahia, allerdings blickte man dafür über eines der ärmeren Viertel, wobei Slums sehen anders aus, aber der Unterschied ist nicht mehr so fern.
Dann ging es weiter runter Richtung Hafen, wobei man Justizpalat und am Präsidentenpalast vorbeikommt.
Im Justizpalast ist merkwürdigerweise ein altes Gebäude baulich integriert, evtl. war dies der alte Justizpalast.
Der Präsidentenpalast ist fleissig bewacht, wobei ich glaube, dass bei uns alleine eine islamische Botschaft mit mehr Personal bewacht werden würde.

Am Zoll angekommen sind wir dann in Richtung Haupteinkaufsstrasse abgebogen um einen Eindruck von den hiesigen Waren zu bekommen. Aber wegen der Temperatur haben wir vorher noch eine Rast eingelegt und haben eine lokale Selbstbedienungskantine gewählt. Da die Chefin gleich sah, dass wir uns hier nicht auskannten gab es für uns als Einzigste die Bedienung am Tisch. 30 Minuten runterkühlen später ging es weiter durch die Strassen von Asuncion.

Längs der Einkaufsmeile „Palma“ sind überall kleine Stände aufgebaut oder Indianerfrauen verkaufen Kunsthandwerk auf ausgebreiteten Decken. Auf den Plätzen sind teils auch Marktstände aufgebaut in denen man die Gesamtheit der touristischen Handwerkskunst kaufen kann.
Seitlich gibt es dann „Galerias“, kleine Einkaufspassagen, in denen die Geschäfte in der Regel alle dem gleichen Metier zugehören. Beispielhaft haben wir die Elektronik und Handy gewählt. Vom Sortiment her haben wir zu Deutschland nichts vermisst, Preise haben wir allerdings nicht verglichen.
Die nächste Abkühlung verschafften wir uns beim Schuhe anschauen in einem grossen Kaufhaus. Von Hugo Boss Parfüms über Nobelunterwäsche bis zu brasilianischen Schuhen wurde vieles geboten, und das auf 6 Etagen.

Die richtige Abkühlung war dann bei Burger King fällig – ein eiskaltes Lokal mit eiskalten Drinks. Wie hier üblich gibt es im ganzen Laden nur eine einzige Person, die die Kasse bedienen und Geld kassieren darf. Mit dem Kassenbon holt man sich dann was immer man haben möchte an den verschiedenen Ausgabestationen.
So lässt es sich aushalten. Die Musikbeschallung ist deutlich kräftiger als in Deutschland, halt wie man es hier mag. Alle 15 Minuten wird gewischt oder gefegt. Internetterminals stehen zur Verfügung. Das ist das amerikanisierte moderne Paraguay.
Das Paraguay, dass zeigt, dass man hier sein Brot auch richtig hart verdient arbeitet im Recyclinggewerbe und hat zum Glück noch keine Konkurrenz vom Dualen System Deutschland, das ja bekanntlich international die Müllsammlerjobs reichlich dezimiert hat, damit die staatlich verordnete Recyclingquote gehalten werden kann. Da nur Wohlstandsmüll so gesammelt und entsorgt wird, sieht man an den Strassen auch so manches, was nicht so schnell entsorgt wird.

Irgendwann haben wir dann wieder umgedreht und unser Auto abgeholt. Der Wagenwäscher, der kein Geschäft mit der Wäsche machen konnte hat einen 1000er fürs Aufpassen bekommen und wir uns auf die Klimaanlage gefreut, die uns von den 45° Celsius – immerhin 65° mehr als in Deutschland derzeit – erlöst.

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