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Brasilien: tragischer Tod an den Wasserfällen von Iguazu und Tausende sehen weg!

Gestern sind wir zu den Wasserfällen in Iguazu gestartet.
Nach knappen 3 Stunden waren wir dort und haben uns gleich ins Getümmel gestürtzt.
Etwas entäuschend war dann der Blick auf die in der inzwischen lang andauernden Trockenzeit kaum zu erkennenden Wasserfälle.

Und dafür kommen die Leute über Hunderte von Kilometern gefahren?
Übertreten Ländergrenzen…
Zahlen die nicht zu verachtende Summe von € 7.- an Eintritt und quälen sich in schwühler Hitze Treppen hoch und runter?
Das kann nicht sein!

Ist auch nicht…

Auf der argentinischen Seite sieht man auch jetzt noch imposante Gischt aufsteigen, auf der brasilianischen Seite ist niemand auf den Stegen mit Regenmantel bewaffnet, weil zum Einen bei der Temperatur das bisschen Gischt erfrischend ist und zum Anderen die Menge nicht so gross ist, dass man z.B. kein Kameraobjektiv mehr wechseln könnte.

Aber zurück zum eigentlichen Titelthema…
Kaum an den Wasserfällen angekommen konnte ich Zeuge eines Todesfalles werden, den anscheinend keiner der anderen Besucher bemerken wollte.
Jegliche Rettungsversuche unterblieben.
Es gab keine Schreckensrufe.
Deshalb hier die fotografische Dokumentation des Todesfalles, oder korrekterweise muss man Mordfall sagen, denn es gab einen eindeutig identifizierbaren Täter, der freien Fusses davon kam.

Tod in Iguazu

Wie eindeutig zu sehen ist bringt ein Kormoran (Phalacrocorax spec.) einen Schilderwels (Plecostomus spec. – übrigens einer der wenigen Bewohner der strömungsreichsten Gewässer in den Wasserfällen) um, einzig und allein um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.
Ein typischer südamerikanischer Raubmord!

Nun ja, nachdem ich mich vom Tatort entfernt habe blieb nur ein letzter Versuch die vorgeschoben unbeteiligten Herumstehenden – deren Zahl an die Hunderte geht – für die Polizei festzuhalten, damit diese befragt werden können, als wir mit dem Vorfall jedoch bei der Polizeiwache auftauchten ernteten wir nur staunende Gesichter. Vermutlich haben sie noch nie einen fotografierenden Biologen erlebt, aber irgendwann ist immer das erste Mal.

Auf dem Rückweg haben wir dann mal die Freundschaftsbrücke in Betrieb – einer der Hauptschmuggelwege für Kleinschmuggler zwischen Paraguay und Brasilien – fotografisch dokumentiert.
Und gleich hinter dem paraguayischen Zoll erfolgt die Begrüssung der einreisenden Brasilianer, die daran erinnert werden, warum sie die Grenze übertreten haben: weil hier alles billiger ist und sie ihre Reales bitteschön dalassen.

Eine Antwort

  1. Es ist erschütternd wie gleichgültig diese Welt geworden ist. Nach den Fotos zu urteilen, muss der Cormoran nicht einmal Angst gehabt haben bei seinem krimminellen Delikt aufzufliegen. Er schaut sich nicht einmal vorsichtig um. Es ist meiner Meinung nach sogar höchst wahrscheinlich, dass er dies öfter tut, da lobe ich mir doch die deutschen (heimischen 🙂 ) Cormorane, die sich brav an den Tafeln zur Verköstigung anstellen.

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